Farbmanagement

Welche Farbeinstellungen sind für die Arbeit mit Adobe Photoshop wichtig? Auf den folgenden Seiten möchte ich Ihnen einen sehr reduzierten Einblick ins Thema Farben und Photoshop vermitteln. Die einzelnen Punkte sind nur sehr grob angesprochen, sollten dem Anwender aber über Vorgehensweise einzelner Einstellungen informieren.

Sie wollen die Bilder Ihrer Digitalkamera so gedruckt in den Händen halten wie sie auf dem Computermonitor aussehen? Sie möchten Ihre gescannten Bilder möglichst originalgetreu am Computermonitor sehen? Sie möchten Bilder im Internet präsentieren oder zur Verarbeitung an Ihren Dienstleister senden?

Überall soll die Erdbeere gleich Rot, der Himmel gleich Blau und die Wiese gleich Grün aussehen. Bilder sehen niemals gleich aus! Dies liegt zum einen an der unterschiedlichen Wahrnehmung des menschlichen Auges, zum anderen an den unterschiedlichen Farbmodellen. Leuchtet ein Körper (additives Farbmodell) oder reflektiert er das einfallende Licht (subtraktives Farbmodell)?
Niemand wird die Leuchtkraft eines Sonnenuntergangs auf einem Blatt Papier erwarten. Die zart braune Hautfarbe seiner Liebsten sollte man am Bildschirm wie auch im Druck erstreben und „Schweinchen-Rosa“ nicht akzeptieren. Ein funktionierendes Farbmanagement organisiert die verschiedenen Werte und minimiert die gerätebedingten Unzulänglichkeiten.

Ohne eine richtige Kalibrierung und Profilierung Ihres Monitors ist ein korrektes Farbmanagement nicht möglich. Für jeden Monitor muss vor der Arbeit mit Anwender-Programmen, ein spezielles Monitorprofil angelegt und dem System zur Verfügung gestellt werden. Der Monitor ist das wichtigste Glied im Zusammenspiel der Ein- und Ausgabegeräte. Zeigt der Monitor die Farben nicht korrekt an, ist eine Beurteilung der Farben beteiligter Geräte natürlich nicht möglich. Jedes Gerät hat eine eigene Charakteristik. Diese Charakteristik steht im jeweiligen Farb-Profil und der Farbmanagement-Manager sorgt für ein optimales Zusammenspiel der einzelnen Komponenten deren Zentrale er auch ist.

Die einzelnen Komponenten des Farbmanagement-Systems sind:
(CMS = Color-Management-System)

- Benutzer-Schnittstelle
- Farb-Profile (ICC-Profile)
- Farbmanagement-Manager (Zentrale)
- Anwender-Programm
- Color-Management-Module (CMM)

Je nach Betriebssystem gibt es unterschiedliche Farbmanagement-Systeme. Die bekanntesten Module sind:

Apple ColorSync (Apple CMM)
Kodak Digital
LinoColor CMM (Microsoft CMM, Heidelberg CMM)
Photoshop bringt durch Adobe ein eigenes Modul mit, die Adobe Color Engine (ACE)

Diese Module sind für die Farbraumkonvertierung und Anpassung der Farbumfänge von verschiedenen Geräten zuständig (Gamut Mapping). Wie werden Farben eines großen Farbraums an einem kleineren Farbraum angepasst? Werden überstehende Farben abgeschnitten oder in den kleineren Farbraum gepresst? Hier spielt der Begriff „Rendering Intent“ eine größere Rolle.